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Somnium Manifesto

und was daraus erwachsen kann

15.10.07 22:05


Blindheit wird sehend

Liebe von wandelnden Wegen
und dem Weg selbst ein Wohlgefallen
wie eisig Schauer über mir zerbricht
war wohl nur Eis im Erdreich mir ebenbürtig
bevor es mit warmen zungen spricht

Was macht es mir mit Engelszungen
was lässt es mir wie aufgedunsen
was hält es mir bereit
wenn ich mit hohlen Augen schwer
nicht sehe Vögel gleich dem Gras entsprungen

Und doch dirbt mich die Einsamkeit
dirbt mich wie leichte Euphorie
der waghalsig gemachte Sprung ins Nichts
bevor die Freude in mir leichthin schreit:

Du hast gesiegt, mein Frühlingsmorgen
15.10.07 22:12


Nach dem Grauen der Morgen

Ächzend und stöhnend
mit Händen verwöhnend
und Durst nach der Freiheit
kämpft gegen Feigheit
mein Unverstand

Egalisierend
sich selbst nicht verlierend
und vollkommen blickdicht
im Dornendickicht
die hohle Hand

Bereuen ohn´ Panik
betrachtend das Werkstück
und sehend im Dunkel
dem rührend´ Gefunkel
wer lacht, weint

Passierende Dinge
verlor´n in der Menge
bedacht in den Schlund
die Zukunft im Mund
Sonne scheint

Und im Selbst offenbart
trotz der Realität hart
sich das Wesen des Ich
mir so unweigerlich
und monströs

Dass ich innerlich und
auch äußerlich wund
bis ein Freund kommt daher
oder auch mehr
und mich erlöst
15.10.07 22:24


Mir scheint die Sonne

Mir scheint die Sonne
wie ein Lachen auf den Pelz
bis ich unter dem Gras voll Tau versinke
ohne dass ich im Lachweinen ertrinke
sondern durch die Wärme schmelz´

Was macht die Luft mit mir so kühl
dass sie mich lässt in Nebel noch
bevor er sich gen Himmel reckt
und nach mir seine Fühler streckt
ich wein´ und mir gefällt es doch

Die Freude bringt in sich Behagen
und springt mir ein Vogel auf das Haupt
so leckt mit sachten Fingerspitzen
das Glück an seiner Mutter Zitzen
bis Singsang mich wohl enttaubt
15.10.07 22:34


Ozeanseide

Das Leben in unseren Venen
wir betrachten es als Schenkung
nicht bewusst, wie lang es sich erbricht
bis es endlich ist
frei von Schuld und Ungeduld
und dann verwest in der Versenkung

Mir ist nicht klar, wie groß die Welt
oder mein Gedächtnis ist
auch ist unbekannt, wie weit mein Horizont
oder wie lang meine Liebe misst
solange mir der Verstand bleibt zu erkennen
ist es gleich

Was zündet Feuer wie ein Kerzlein
was die brennend´ Frage sticht
wenn alle Lichter einst erloschen
sich diese Frage ungestellt
im einzig wahren Kern zerbricht

Im Tageslicht
erwarte nicht
dass deine Stimme sich verflicht
bevor der Welten großes Los
bewahrt im Innern, seinem Schoß
die Wahrheit in sich selber bloß

So bleibt mir offen, was gegeben
ob nun Zweifel oder Leben
denn mit Händ´ aus Ozeanseide
leck´ ich Wunden voller Freude

Und mir scheint sehr inniglich
im trauten Zweisamkeitenlicht
die Fantasie, die zu mir spricht
und darum meinen Geist nie bricht

Dankt euch, oh Freunde, für ein jed´ Gesicht
22.10.07 19:19


In dem Moment

In dem Moment
da unser beider Leben brennt
vergewisser dich
dass du in Blütezeiten mich geliebt
weil sonst mein Ich
durch Ungewissheit wird getrübt

Es ist mir gleich
ob du nun groß oder klein
oder kleinlich warst zum Schein
mich interessiert nur im Detail
ob ich stets dein Rettungsseil
oder bloß ein Faden war

Los, teil mir mit
unmittelbar
wie die Zeit in deinen Augen
verstrich und sich zusammennahm
bevor sie schließlich
mit uns verdrießlich
am Alltag letztendlich ist erlahmt

-

Doch müsst´ ich sagen
dass ich fertig mit der Welt
so könnt´ ich nicht, gestehe ich
denn Lachen fließt durch mein Gesicht
weil mir ja noch die Leute bleiben
die mir in kurzer, langer Innigkeit
wie selbstverständlich Briefe schreiben
und die mir zeigen, dass ich bin
und wer und was und wie ich bin
und dass es mir auch gut kann gehen
wenn du und ich kein Wir mehr sehen

So bricht die Glücklichkeit entzwei
und zeigt ihr neues Konterfei
das mich anlacht und verspricht
ich, dein Leben, verlass dich nicht
22.10.07 19:36


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